• Trips
  • Trips
  • Trips
  • Servus, i bin d’Natalia

    I leb zwischen Kalifornien und Bayern — und vermiss eigentlich immer irgendwas vom andern Ort. In meiner Küch stehen Sriracha und Senfgurkerl friedlich nebeneinand, und ehrlich g’sagt — de vertrag’n sich besser, als ma denkt.

    Mittenheim — des is a kloaner Weiler mittn in Oberschleißheim, glei nördlich von München. Ang’fangen hat’s als Franziskanerkloster in de 1700er, und de oidn Gebäud stehen heit no — umg’baut, verwittert, still und schön. S’Schloss Schleißheim is glei um’s Eck, aber Mittenheim selber is des genaue Gegenteil von prunkig: a Handvoll Straßen, wo d’Nachbarn no ohne Grund an Kuacha vorbeibringen und wo’s Abendessn a ernste Angelegenheit is. Genau der Geist — guats Essn, koa Schnickschnack, a bisserl Herz auf’m Teller — des steckt in dem Blog.

    Jeds Rezept hier is was, des i wirklich unter der Woch’n koch. Koane Siebzehn-Schritte-Angeber-Gerichte, koane Zuatatn, für die ma an Reisepass braucht. Des san Mahlzeitn aus Kochbüacher, von Freind, Familie, dem Internet, Bauernmärkt in beide Zeitzonen — ang’passt, verfeinert und so lang ausprobiert, bis’ zu meinem Alltag passt. A bisserl boarisch. A bisserl kalifornisch. Immer a bisserl improvisiert.

    Manche Abend gibt’s a Ein-Topf-Curry mit oim, was der Kühlschrank hergibt. Manche Abend a g’scheits Schnitzel, weil’s Herz wui, was es wui. Und manche Abend oafach a guats Brot, an guatn Käs und a feste Meinung, welcher Senf der richtige is. (Es is da süße Senf. Do gibt’s nix zum Diskutier’n.)

    I hab den Blog ang’fangen, weil i meine eigenen Rezepte ständig in Gruppenchats und auf zerknitterte Zetteln verlorn hab. Jetzt wohnen’s hier, und ihr dürfts euch gern bedienen. Kocht’s genau nach Anleitung, oder ändert’s alles — würd i ja eh aa macha.

    Setzt’s euch hin. Nehmt’s euch a Radler. Und dann kocha ma was.