Da Kulich is des Brot, des bei uns dahoim Ostern bedeut. Hoch, golden, unglaublich reichhaltig — voi mit Rosinen, kandierten Schoin, Mandln, duftat nach Vanille und grod gnua Rum, dass as interessant wird. Des is des Brot, wo ma an Tog vorher backt, in a Tuch einwickelt und auf'n Tisch stellt, wann alles andere scho fertig is.
Da Vorgang brauch Geduld. Dreimoi gehn lossn, getrennte Oar, gmöiznte Butter im genau richtign Moment eingearbeitet. Des is so a Backerei, wo an ganzen Nochmittog füllt und des ganze Haus so richtig nach ana Bäckerei riacht. Oba des Ergebnis — golden, zart, nur a biserl süaß, mit de kloan Taschen voin Obst und Nüss — is jede Minutn wert.
I moch meistens zwoa, weil des erste scho weg is, bevor's richtig ausgekühlt is.
Ergibt: 2 Brot • Zeit: ca. 4 Stund (hauptsächlich Gehzeit)