Ich weiß, es klingt seltsam. Ein ganzes Hähnchen, geschmort in Milch. Aber das ist eines von den Rezepten, bei denen man die Augen schliesst und sich fragt, warum man nicht schon immer alles so gekocht hat.
Man brät das Hähnchen in Butter goldbraun, gießt das Fett ab und gibt die unwahrscheinlichste Kombination dazu — Milch, Salbeiblätter, eine halbe Zimtstange, Zitronenschale und ganze, ungeschälte Knoblauchzehen. Ab in den Ofen für neunzig Minuten. Die Zitronenschale lässt die Milch gerinnen, und statt einer Katastrophe entsteht die genialste Soße — reichhaltig, karamellisiert, mit kleinen goldenen Klümpchen, um die am Tisch gestritten wird.
Der Bratensatz am Topfboden nach dem Anbraten ist das Geheimnis. Ja nicht wegputzen. Von dem kommt der ganze tiefe, süße Karamellgeschmack. Und unbedingt einen Topf nehmen, in den das Hähnchen gerade so hineinpasst — zu viel Platz und die Soße verteilt sich zu dünn.
Dazu Kartoffelpüree und Spinat. Und Brot, für die Soße.
Für: 4 Portionen • Zeit: ca. 2 Stunden