Wer in der Nähe von Bayern aufgewachsen ist, kennt dieses Brot. Es ist das, was am Sonntagmorgen auf dem Küchentisch steht, noch etwas warm, mit einer Kruste, die knackt, wenn man sich ein Stück abreißt. Hefezopf — klingt aufwendig, schaut beeindruckend aus, ist aber eigentlich nur Mehl, Butter und etwas Geduld.
Meine Version stammt von einer rausgerissenen Seite aus Essen & Trinken, vollgekritzelt mit meinen eigenen Notizen. Das Originalrezept ist solide. Meine Handschrift kaum lesbar. Aber der Zopf? Der Zopf wird jedes einzelne Mal perfekt.
Der Trick ist, dem Teig Zeit zu geben. Drei Mal gehen lassen, keine Abkürzungen. Die Butter kommt nach und nach beim Kneten dazu, der Zopf wird locker geflochten (nicht fest — der braucht Platz zum Aufgehen), und der Hagelzucker obendrauf ist Pflicht. Die Hälfte isst man wahrscheinlich, bevor er überhaupt abgekühlt ist. Das ist in Ordnung. Dafür ist die andere Hälfte da.
Ergibt: 1 großen Zopf • Vorbereitung: 30 Min. • Gehzeit: ~2 Stunden • Backen: 25 Min.